„Je mehr privatisiert wird, desto mehr wird der demokratischen Kontrolle entzogen“ (Dr. Jürgen Kühling*)

Hallo und herzlich willkommen im Watchblog der Berliner Wasserpresse!
Liebe FreundInnen des Wasserpresseblogs!
Der WASSERPRESSEblog begleitete die Presseberichterstattung zum Berliner Bürgerbegehren UNSER WASSER. Wir haben Online-Artikel zum Volksentscheid UNSER WASSER in der Berliner Morgenpost, der Berliner Zeitung, im Tagesspiegel und in der taz ausgewertet und die Ergebnisse auf der Übersichtsseite nebeneinandergestellt. Was uns fragwürdig erschien, recherchierten wir nach und kommentierten es (s. Reiter UNSER WASSER)
Uns ging es darum, den Lesern einen Einblick in die Qualität der Berichterstattung ihrer Tageszeitung zu einem Thema zu geben, das sie persönlich angeht.
Der Volksentscheid Unser Wasser ist am 13. Februar mit der überwältigenden Zustimmung von 98,2% angenommen worden, womit der WASSERPRESSEblog seine Tätigkeit einstellen wollte. Es hat sich jedoch erwiesen, dass auch die Umsetzung des Volks-Gesetzes kritisch begleitet werden muss, da es im Abgeordnetenhaus keine eigene Lobby besitzt. Schon die Art der Einsetzung und die ungenügende Ausstattung des ab Januar 2012 tagenden „Sonderausschusses Wasserverträge“ durch CDU und SPD hat gezeigt, dass der großen Koalition, die die Privatisierung 1999 zu verantworten hatte, nicht an einer sinngemäßen Umsetzung gelegen ist. Es wird immer offensichtlicher, dass nur ein neuer Rekommunalisierungs-Volksentscheid die Berliner Wasserbetriebe in BürgerInnenhand zurückbringen kann. Bis dieser Volksentscheid startet, wird der WASSERPRESSEblog weiter über die Entwicklungen berichten (s. Reiter SONDERAUSSCHUSS).

Häufig gestellte Fragen

Was ist der WASSERPRESSEblog?

Der WASSERPRESSEblog ist ein Internetangebot, das die Berichterstattung zum Berliner Volksentscheid UNSER WASSER am 13. Februar 2011 beobachtet und auswertet.

Was macht der WASSERPRESSEblog?

Wir berichten zeitnah über sachliche Fehler, Sinnentstellendes und bewusst Irreführendes in der aktuellen Wasservolksentscheid-Berichterstattung der online-Ausgaben von vier großen Berliner Tageszeitungen.

Wie arbeitet der WASSERPRESSEblog?

Wir lesen Artikel zum Volksentscheid UNSER WASSER in der Berliner Morgenpost, der Berliner Zeitung, im Tagesspiegel und in der taz. Was uns fragwürdig erscheint, recherchieren wir nach. Wir werten die Artikel aus und stellen die Ergebnisse in einer Übersicht nebeneinander.

Ist der WASSERPRESSEblog also ein „Watchblog“?

Ja, aber im Gegensatz zum BILDblog (der den WASSERPRESSEblog teilweise bis ins Detail inspiriert hat) sind wir ein Themenblog. Wir kommentieren nicht die Berichterstattung einer bestimmten Zeitung, sondern verschiedener Zeitungen zu einem einzelnen Thema.

Wer ist der WASSERPRESSEblog?

Eine Handvoll Journalisten, unterstützt von HinweisgeberInnen aus der Leserschaft. Hinter WASSERPRESSEblog stehen keine anderen Unternehmen, keine Verlage, Parteien oder Organisationen. Der WASSERPRESSEblog ist locker mit der Bürgerinitiative Berliner Wassertisch verbunden.

Wie finanziert sich WASSERPRESSEblog?

Aus Eigenmitteln. Der WASSERPRESSEblog ist eine Privatinitiative, die zunächst nur für die Dauer bis zum Volksentscheid angelegt ist.

Was ist das Ziel von WASSERPRESSEblog?

WASSERPRESSEblog will darüber aufklären, wie die Berliner Tagespresse ihre Leser informiert. Uns geht es darum, den Lesern einen Einblick in die Berichterstattung ihrer Tageszeitung zu einem Thema zu geben, das sie persönlich angeht. Die Berliner BürgerInnen haben es verdient, objektiv über ihren Volksentscheid informiert zu werden.

Will WASSERPRESSEblog die „Wasserpresse“ besser machen?

Das wäre die Aufgabe der Zeitungsmitarbeiter und ihrer Chefredaktionen [Liebe LeserInnen, bitte kräftig Leserbriefe schreiben!].

Warum ausgerechnet ein WASSERPRESSE-Blog?

Noch immer bildet die Tagespresse die Hauptinformationsquelle vieler Menschen und bestimmt das Stadtgespräch. Wir finden: Ein Medium, das so viel Aufmerksamkeit erhält, hat eine besondere Verantwortung seinen LeserInnen gegenüber. Dieser Verantwortung kommt die Tagespresse im Fall des Berliner Volksentscheids zu häufig nicht nach.

Ist die Tagespresse nicht ein Medium, das vereinfachen und zuspitzen muss?

Ja. Aber im Fall des Wasservolksentscheids gibt es besonders viele Auffälligkeiten in der Berichterstattung: Sorgloses, Fahrlässiges, Artikel, die von anderen Interessen motiviert sind als denen der LeserInnen und Informationen, die schlicht falsch sind.

Muss man so was ernst nehmen?

Uns stört die Tendenz, Artikel nachlässig zu recherchieren. Wir glauben, die Tagespresse hat es verdient, gelesen und ernst genommen zu werden – besonders dann, wenn sie ihre BürgerInnen schlecht informiert.

Warum hat WASSERPRESSEblog keine Kommentarfunktion?

Angesichts der hohen Beteiligung am Volksbegehren und der vielen ausgewerteten Tageszeitungen wäre mit extrem vielen Kommentaren zu rechnen, die moderiert werden müssten. Dazu fehlt uns leider die Zeit. Wir freuen uns aber sehr über Feedback unter der E-Mail-Adresse wasserpresse@gmx.de

Wie viele Leute lesen WASSERPRESSEblog?

Zur Zeit gibt es noch keine Zahlen.